RUMBA

Name:                         RUMBA

Alter:                          3 ½ Jahre; geb. ca.25.06.2015         

Rasse:                        Mischling, evtl. mit Schnauzer-Anteil

Größe:                        mittelgroß, ca. 50 cm

Geschlecht:                männlich, kastriert

Fell/Farbe:                  strubbelig, hellbraun  

          

                  

Charakter:                  Der Werdegang von Rumba macht uns ausgesprochen wütend:

Rumba wurde im Alter von 6 Monaten als Welpe in seine Familie vermittelt. Wie immer haben wir alle Haltungsbedingungen ausführlich besprochen und schriftlich festgehalten. Auch eine Nachkontrolle fand statt und es gab (damals) keine Beanstandungen: Rumba war ein freundlicher Hund !

Danach ist wohl alles schief gelaufen und mit dem Ergebnis muss jetzt der Hund klarkommen:

Entgegen allen Vereinbarungen und Absprachen musste der Hund lange Zeit alleine bleiben und war wohl auch sonst sich viel selber überlassen- ein Hofhund. Er wurde tagsüber NUR auf dem Hof gehalten, was total gegen unsere Vereinbarungen verstößt und ob er nachts tatsächlich drinnen schlafen konnte, entzieht sich unserer nachhaltigen Kenntnis. Der Hund hat nichts wirklich kennen gelernt, typisch für Hofhunde- weshalb wir gerade solch eine Haltung nicht erlauben. Hunde langweilen sich in solchen Situationen enorm, ganz schlimm  bei einem so jungen und dazu intelligenten Hund. Es kam wie es kommen musste: Rumba hat sich selbst eine Beschäftigung gesucht und sich Unarten zugelegt. Wir hatten angeraten dass der Besuch einer Hundeschule bzw. das Einschalten eines Trainers dringend notwendig sei. Das wurde aus Geldgründen abgelehnt, ob man nicht konnte oder nicht wollte- wer weiß das schon!! Bei der Vermittlung wurde versichert dass man natürlich immer ausreichend finanzielle Mittel habe, wenn mit dem Hund „mal was ist“. Nun wurde er wieder ins Tierheim zurück gebracht, klar das ist der einfachste Weg.

Man sieht wieder einmal dass es sich für Niemand lohnt bei einer Vermittlung unwahre Angaben zu machen. Der Leidtragende ist in allererster Linie das Tier.

Folgende Angaben haben die ehemaligen Besitzer gemacht:

Rumba verhält sich gegenüber fremden Personen, die das Grundstück betreten, aggressiv. (Kein Wunder, er hat sich seine Aufgabe gesucht, er wacht!!) Kinder mag er nicht, Katzen und Rüden auch nicht. Grundkommandos soll er beherrschen. Rumba ist leinenführig, ist stubenrein und temperamentvoll sowie verspielt. Im Auto fährt er ungern mit.

Im Tierheim zeigte sich Rumba die ersten beiden Tage ziemlich „draufgängerisch“; er bellte sehr wenn man am Zwinger stand. Inzwischen ist das kein Problem mehr, wenn es ihm vertraute Menschen sind. Außerhalb des Zwingers, bei Spaziergängen, zeigt sich Rumba nun von seiner anderen, positiven Seite.

Rumba hat  inzwischen gut Vertrauen zu Menschen aufgebaut, die er kennt und mag. Auch mit ihm fremden Menschen geht er spazieren. Mit Hündinnen versteht er sich problemlos, Rüden je nach Symphatie. Allerdings ist Rumba ziemlich eifersüchtig, weshalb eine Haltung als Einzelhund besser wäre.

Er hat inzwischen auch gelernt einen Mauklkorb zu tragen, in Situationen, in denen er noch unsicher ist, trägt er diesen sicherheitshalber. Diesen lässt er sich problemlos aufsetzen.


  
Seine ihm aus Langeweile angewöhnte Wachsamkeit muss man erziehrisch umlenken. Dazu sollte man sich ggf. die Hilfe einer erfahrenen Hundeschule einholen. Hier würden wir bei einer Vermittlung auch behilflich sein und die ersten 2-3 Trainingsstunden sponsern.

Auf alle Fälle sollten neue Halter ihm beibringen Vertrauen zu haben, konsequent sein in der notwendigen Erziehung und vor allem Rumba ausgiebig beschäftigen.  Schnauzer sind sehr intellligente Hunde und benötigen unbedingt Auslastung für Körper UND Geist. Rumba sollte- aus heutiger Sicht- in einen Haushalt ohne Kinde, ohne Katzen oder Kleintiere und Einzelhund sein. Seine neue Familie sollte hundeerfahren sein.
Das zumindest ist der heutige Stand (25.01.2018)

Im Tierheim seit:         13.12.2017

Unsere Hunde sind geimpft, gechipt, entwurmt und besitzen einen EU-Heimtierpass

Update: 09.04.2018:

Seit Januar 2018 hat Rumba treue Gassigeher, die 2- 3 mal die Woche mit Rumba spazieren gehen. Das tut Rumba sehr gut, auch daß er relativ konstante Zuwendung hat. Folgendes schreiben seine Gassigeher über Rumba:

- ist gut leinenführig

- Hunde, die sich in einem Grundstück "hinter dem Zaun" befinden, werden inzwischen von ihm ignoriert (darauf ist er jedesmal sehr stolz)

- bei fremden Menschen, bzw. anderen Hunden reagiert er z.T. schon entspannt

- wenn ihm Personen oder Hunde unangenehm sind, kündigt er das durch Knurren an, lässt sich aber inzwischen gut beruhigen

- reagiert auf seinen Namen, beherrscht einige Grundkommandos

- wartet sehr geduldig auf eine Belohnung bzw. wenn seine Menschen stehenbleiben

- lernt gern und schnell, ist durch Leckerchen gut "bestechlich"

- spielt gern mit seinen Menschen

- beim Versuch mit der Schleppleine zeigte sich, dass er sehr entspannt war, immer wieder unsere Nähe suchte und auf Anruf zu uns zurück kam

- genießt Streicheleinheiten und Fellpflege, obwohl er kein ausgesprochener "Schmusehund" ist