FAQ

Hier bekommen Sie auf oft gestellte Fragen eine Antwort:

Wie läuft die Vermittlung eines Tieres aus unserem Tierheim ab?

Diese Frage ist standardmäßig nicht zu beantworten, da dies von den Menschen und deren Lebensumständen sowie vom Charakter und den Ansprüchen des zu vermittelnden Tieres abhängt. Die Interessenten müssen das Tier zuerst einmal kennenlernen, um zu schauen, ob es zu den Vorstellungen passt. Bei Hunden passiert das normalerweise im Rahmen von Spaziergängen.

Wird das Interesse ernsthafter, wird ein Beratungsgespräch mit den verantwortlichen Tierheim-Mitarbeitern geführt. In diesem Gespräch wird eine Selbstauskunft besprochen und ausgefüllt. Ziel ist es zu klären, in welchen Lebensumständen das Tier zukünftig leben soll und ob das Tier dazu und zu den künftigen Besitzern passt. Wenn ja, sollten die Interessenten das Tier näher kennen lernen, insbesondere bei Hunden werden einige Spaziergänge stattfinden. Wie viele Besuche bis zur Vermittlung notwendig sind, ist individuell unterschiedlich. Soll das Tier zu einem bereits vorhandenen Artgenossen kommen, muss die Verträglichkeit (bei Hunden) im Rahmen der Besuche getestet werden.
Gibt es mehrere Bewerber, entscheidet das Tierheim über die Vermittlung; es geht nicht danach, wer zuerst nach dem Tier gefragt hat, sondern welche Lebensumstände und Personen am geeignetsten für das Tier erscheinen. Es ist möglich, eine 3- bis 4-tägige Probezeit für erwachsene Tiere zu vereinbaren, um zu sehen, ob es auch im neuen Zuhause klappt. Bei Übernahme des Hundes oder der Katze in die Probezeit ist die vollständige Schutzgebühr im Tierheim in bar zu hinterlegen. Kommt die Vermittlung nach der Probezeit nicht zustande, wird die Schutzgebühr zurückgegeben.
Die Höhe der Schutzgebühr ist unterschiedlich; sie hängt z.B. davon ab, wie alt das Tier ist, ob es kastriert ist usw. Die Details dazu erfahren Sie im Beratungsgespräch.
Notwendig ist bei der Übernahme eines Hundes die Vorlage der schriftlichen Zustimmung des Vermieters zur Hundehaltung; ohne diese kann keine Vermittlung erfolgen.

Bei Hunden die noch in Quarantäne sind, ist kein Gassigehen möglich; auch keine "Bekanntschaft" mit einem möglicherweise vorhandenen Ersthund. Innerhalb des Tierheimes ist während der Frist ein Besuch und erstes Kennenlernen möglich, sobald das Tier tierärztlicherseits frei gegeben ist.

Wieso bekomme ich im Tierheim kein Tier geschenkt sondern muss eine Schutzgebühr zahlen?

Das Tierheim hat für seine Tiere hohe Tierarztkosten, denn alle Tiere werden nur geimpft und möglichst kastriert abgegeben. Alle Hunde erhalten einen Microchip.

Außerdem entstehen dem Tierheim auch nicht wenig Kosten für die Unterbringung und Versorgung der Tiere. Die Schutzgebühr deckt nur einen Anteil an diesen Kosten ab.

Da das Tierheim sich selber finanzieren muss, ist es auf die Schutzgebühr als einen Teil der Finanzierung angewiesen.

Außerdem soll die Schutzgebühr auch vor unüberlegten oder spontanen Tieranschaffungen schützen.

 

Wie hoch ist die Schutzgebühr für ein Tier?

 Dies ist ebenso nicht pauschal zu beantworten. Neben der Tierart spielen folgende Faktoren eine Rolle:

 -    Alter des Tieres
 -    Gesundheitszustand
 -    Geschlecht
 -    Kastriert oder unkastriert
 -    Verhaltensauffälligkeiten

Wenn Sie sich für ein Tier ernsthaft interessieren sollte die Höhe der Schutzgebühr nicht der entscheidende Faktor für die Anschaffung sein.

Bei ernsthaftem Interesse an einem Tier beraten Sie unsere Mitarbeiter gerne, auch zur  Höhe der Schutzgebühr.

Und: Nein, wir akzeptieren keine Ratenzahlung!


Zugelaufene Streuner nicht einfach behalten

Was tun wenn ich ein Tier finde? 
 

Immer wieder kommt es vor, dass eine fremde Katze im eigenen Garten umherstreift - doch was kann man tun, wenn man das Tier gern behalten möchte? Und wie lässt sich der Besitzer finden?

Lüneburg. Seit Tagen sitzt diese unbekannte Katze im Garten und miaut jämmerlich. Futter nimmt sie gerne an, das Tier scheint Menschen zu kennen und ist zutraulich.

Wer denkt, dass die Katze sich schlicht selbst ein Herrchen gesucht hat und das Tier bei sich aufnimmt, handelt falsch, sagt Uwe Tiedemann, Tierarzt aus Lüneburg und Präsident der Bundestierärztekammer. "Tiere fallen unter das Fundrecht. Der Finder hat eine Anzeigepflicht gegenüber der Gemeinde. Findet er also eine Katze, muss er das beim Ordnungsamt oder im zuständigen Tierheim melden."

Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn ergänzt: "Wer ein Tier nicht meldet, sondern einfach so behält, verstößt gegen das Fundrecht. Er kann hierdurch sogar eine strafbare Fundunterschlagung begehen." Anders sei das bei eindeutig herrenlosen Tieren, zum Beispiel wildlebenden Katzen - diese kommen allerdings meist nicht auf Menschen zu.

Ursula Bauer vom Verein "Aktion Tier – Menschen für Tiere" erklärt: "Eine Fundkatze ist im Gegensatz zu einer Straßenkatze nicht herrenlos. Sie hat einen Eigentümer, dem sie zum Beispiel durch Entlaufen abhandengekommen ist. Oder sie wurde ausgesetzt." Entlaufene oder ausgesetzte Katzen seien meistens nicht nur relativ zahm, sondern auch gepflegt: glänzendes Fell, gut genährt. Dass man die Tiere nicht einfach behalten darf, wissen viele aber nicht: "Komischerweise ist das vielen Menschen vor allem bei Katzen nicht klar. Einen zugelaufenen Hund würde hingegen kaum jemand einfach behalten", sagt Bauer.

Wer eine Fundkatze entdeckt, kann erstmal von einem Tierarzt oder einem Tierheim mit einem Lesegerät prüfen lassen, ob die Katze gekennzeichnet ist. "Anhand des Chips lässt sich, wenn dieser auch registriert ist, sofort der Besitzer ermitteln", sagt Tiedemann. In seiner Praxis komme das öfter vor. Der Mikrochip, der den Tieren nicht sichtbar unter die Haut gesetzt wird, enthält eine Kennnummer. "Ich rate jedem dazu, sein Tier chippen und dann auch registrieren zu lassen – bei Tasso oder dem Deutschen Haustierregister",

Wer sein eigenes Haustier vermisst, dem bleibt immerhin ein halbes Jahr, um es zu suchen: "Der eigentliche Besitzer hat sechs Monate Zeit, das Tier zurückzufordern", erläutert der Lüneburger Tiedemann. Tierschutzvereine oder Tierheime vermitteln Fundtiere zwar auch schon früher - aber dann immer nur unter Vorbehalt.

dpa